FAQs

Häufige Fragen und Antworten

FAQs – häufige Fragen und Antworten

Wie wirkt sich die Abstimmung vom 13. Juni 2021 auf das Projekt in Wattwil aus?

Mit einem Ja zum Nachtrag zum Kantonsratsbeschluss über die Erneuerung und Erweiterung des Spitals Wattwil ebnet die Bevölkerung den Weg, den Standort Wattwil weiter zu entwickeln und ein überregionales Angebot in Zusammenarbeit mit Solviva zu entwickeln. Bei einem Nein hingegen entfällt die angedachte Weiterentwicklung zu einem GNP mit Solviva. Auch bei einem Nein wird der Spitalstandort Wattwil jedoch nicht mehr weitergeführt. Die Verschiebung des stationären Angebots nach Wil bleibt bestehen.

Wie wird die Notfallversorgung sichergestellt?

Mit der hausärztlichen Notfallversorgung, dem Notfallzentrum in Wattwil und der Rettung St.Gallen, welche lebensbedrohliche Notfälle in 90 Prozent der Fälle innert 15 Minuten erreicht, ist die Notfallversorgung in der Region Toggenburg auch künftig sichergestellt. 

In einer medizinischen Notfallsituation ist die rasche und richtige Diagnosestellung zentral. Nur so kann schnell über die richtigen Behandlungsschritte und damit auch den passenden Behandlungsort entschieden werden. Das künftige Notfallzentrum wird ebenso wie die heutige Notfallstation darauf spezialisiert sein, diese Diagnose zu erstellen. Dafür kommt weiterhin erfahrenes und für Notfallsituationen einschlägig geschultes ärztliches Personal zum Einsatz. Zudem stehen nach wie vor verschiedene diagnostische Möglichkeiten wie zum Beispiel radiologische Untersuchungen zur Verfügung. In vielen Fällen wird die Behandlung ambulant vor Ort erfolgen können. Bei schwerwiegenderen Notfällen kann umgehend der Transport ins passende Zielspital mit der Rettung St.Gallen oder bei Bedarf mit der REGA in die Wege geleitet werden. Dies ist auch heute bereits der Fall; so werden zum Beispiel Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf einen Schlaganfall schon heute sofort ins Kantonsspital St.Gallen gebracht.

Wie viele Stellen werden durch das GNP im Toggenburg erhalten?

Nach dem heutigen Planungsstand ist davon auszugehen, dass das GNP rund 120 bis 130 Vollzeitstellen oder 180 Mitarbeitende umfassen wird. Hauptarbeitgeberin wird Solviva sein, die einerseits Stellen für Pflegepersonal anbieten wird sowie Stellen in sämtlichen Berufsgruppen des Facility Managements wie Haustechnik oder Verpflegung von Personal, Patienten und Besuchern. Solviva ist stark daran interessiert, in diesen Bereichen Mitarbeitende von SRFT zu übernehmen. Die SRFT wird in Wattwil Personal für das Notfallzentrum sowie die von ihr betriebenen ambulanten medizinischen und therapeutischen Dienstleistungen in Wattwil weiterbeschäftigen. Die Mitarbeitenden der psychosomatischen Abteilungen PSA werden ebenfalls in Wattwil bleiben. Hinzu kommt das Personal des Gesundheitszentrums.

 

Welche Faktoren beeinflussen den Verkaufspreis des Gebäudes?

Der Verkaufspreis hängt vom Land- und Gebäudewert ab. Beim Land gilt ein zonenkonformer Landpreis. Sofern die künftige Nutzung der Liegenschaft – wie beim GNP vorgesehen – im Bereich der öffentlichen Bauten und Anlagen bleibt, wird das Land entsprechend dieser Zone bewertet und im Verkaufspreis berücksichtigt. Im Gebäudebereich leitet sich der Preis von der künftigen Nutzung, dem damit erzielbaren Ertragswert und den notwendigen Investitionen der neuen Eigentümerin ab. Der Ertragswert ergibt sich aus den Einnahmen, die Solviva einerseits mit ihren Pflegeangeboten und andererseits aus den Mieteinnahmen der anderen im GNP tätigen Partner erzielt. Die Investitionskosten ergeben sich aus den notwendigen baulichen Anpassungen der heute genutzten Gebäude (neuer Bettentrakt, Zwischentrakte) und der Fertigstellung des alten Bettentrakts. Klar ist, dass der heutige Gebäudewert von rund CHF 55 Mio. (Buchwert per Ende 2020) keine Grundlage für die Festlegung des Verkaufspreises bildet. Dieser beruht auf der Nutzung des Gebäudes als Akutspital, was mit der neuen Spitalstrategie nicht mehr vorgesehen ist. Der Gebäudewert muss in der Bilanz der SRFT daher wertberichtigt werden, was mit dem vom Kantonsrat beschlossenen Sanierungsbeitrag an die SRFT ermöglicht wird (vorbehältlich der Abstimmung vom 13. Juni 2021).

Wie stellt sich die regionale Ärzteschaft zum GNP?

Die Mehrheit der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Toggenburg (NÄT) hat sich an einer Urabstimmung im Februar 2021 dafür ausgesprochen, sich an der Ausgestaltung des GNP zu beteiligen. Mit einer Delegation des NÄT konnten im März die Konzeption und die zentralen Eckpunkte des Notfallzentrums ein erstes Mal besprochen werden. Seitens NÄT wurde die vorliegende Konzeption als gute und pragmatische Lösung des Notfallbereichs gutgeheissen. Entsprechend hat der NÄT signalisiert, die Integrierte Notfallpraxis gemeinsam mit der SRFT fortführen zu wollen und so ins Notfallzentrum eingebunden zu bleiben. Ebenfalls konnte mit der NÄT-Delegation bereits weitgehend abgestimmt werden, welche ambulanten Angebote am Gesundheitszentrum durch die SRFT weitgeführt werden sollen und welche Angebote künftig nach Möglichkeit durch private regionale Anbieter erbracht werden sollen. Auf dieser Grundlage werden mit möglichen privaten Spezialistinnen und Spezialisten derzeit Gespräche geführt. Mit dem NÄT wird der Austausch im Projektverlauf weitergeführt.

Stellt Solviva eine Konkurrenz für die bestehenden Alters- und Pflegeheime dar?

Das Angebot der Solviva umfasst keine Betreuungsplätze im Bereich der klassischen Alterspflege. Sie ist spezialisiert auf die Betreuung von Personen, welche aufgrund von speziellen Pflegeanforderungen in einem klassischen Pflegeheim nicht richtig aufgehoben sind, so z.B. weil sie einer Langzeitbeatmung bedürfen, eine psychische Grunderkrankung mit weitergehendem Betreuungsaufwand aufweisen oder auch einfach zu jung für ein Alters- und Pflegeheim sind. Dieses überregionale Angebot stellt daher keine Konkurrenz zu den bestehenden Alters- und Pflegeheimen, sondern eine Ergänzung dar.

Neuigkeiten & Entwicklungen

Stimmvolk heisst Spitalstrategie gut

14.06.2021

Die Stimmenden im Kanton St.Gallen haben am 13. Juni die Weiterentwicklung der Strategie der St.Galler Spitalverbunde gutgeheissen. Somit kann die Strategie, wie sie vom Kantonsrat im Dezember 2020 verabschiedet wurde, umgesetzt werden.

Zustimmung der Ärzteschaft zum Projekt GNP

25.02.2021

Der Verein „Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte Toggenburg“ (NÄT) spricht sich mit einer Zweidrittels-Mehrheit dafür aus, sich aktiv in die Gestaltung des GNP einzubringen.

Zustimmung der Toggenburger Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten zum Projekt

11.12.2020

Anlässlich einer Informationsveranstaltung durch den Gesundheitsvorsteher Bruno Damann und Vertreter von Solviva und SRFT äussert sich die grosse Mehrheit der Toggenburger Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten zustimmend zum GNP.